Malignes Melanom

Informationen für Betroffene und Angehörige

Wissenswertes: Vorbeugende Maßnahmen

Der Entstehung des Melanoms kann durch das Einhalten einiger wichtiger Maßnahmen vorgebeugt werden. Die oberste Priorität hat die Verringerung der UV-Exposition. Dabei hilft beispielsweise angemessener Sonnenschutz wie Kopfbedeckung, schützende Kleidung, Sonnenbrille, möglichst zeitlich begrenztes Sonnenbaden und sorgsames Meiden von Sonnenbränden.

Die Menschen, die zu einer der Risikogruppen gehören, dazu gehören Menschen mit einem Melanom in der Familie, Personen mit zahlreichen Pigmentmalen sowie einem besonders gefährdeten Hauttyp, sollten sich in regelmässigen Abständen einer hautärztlichen Untersuchung unterziehen.

Wissenswertes: Fortgeschrittenes malignes Melanom

Die Therapiemöglichkeiten bei malignen Melanomen im fortgeschrittenen und Spätstadium sind sehr begrenzt. Für diese Patientengruppe besteht jedoch z. B. die Möglichkeit der Teilnahme an klinischen Studien, beispielsweise an den Studien der Arbeitsgemeinschaft der dermatologischen Onkologie. Im Fokus der Melanomforschung befindet sich derzeit eine Behandlungsart, die sog. Immuntherapie, die das Immunsystem gegen die Tumorzellen unterstützen soll, sowie Behandlungen mit sog. monoklonalen Antikörpern, die gegen die Krebszellen aktiviert werden.

Wissenswertes: Krebsimpfung

Beim Therapieansatz mit der sog. Vakzination, auch Krebsimpfung genannt, werden die Kräfte des Immunsystems gegen die Krebserkrankung verstärkt eingesetzt. Die Tumoren entwickeln eine Reihe von Schutzmechanismen gegen das Immunsystem, deshalb werden sie im Gegensatz zu Viren und Bakterien nicht vom Immunsystem bekämpft. Daher wäre das Ziel einer Vakzination, diese Schutzmechanismen zu umgehen, indem beispielsweise bestimmte Zellen des Immunsystems (Lymphozyten) gegen die Krebszellen aktiviert werden. Bei der Vakzination handelt es sich um einen Therapieansatz, der im Rahmen wissenschaftlicher Therapiestudien noch weiter untersucht werden muss.

Aktuelle Studien: Gefahr von Solarien

Bis vor Kurzem galt künstliches UV-Licht als mögliche umweltbedingte Krebsursache , doch seine gravierenden Auswirkungen wurden stark unterschätzt. Der akuelle Forschungsstand mit Tierexperimenten deutet darauf hin, dass die ultraviolette Strahlung extrem krebsauslösend ist. Die Ergebnisse der Studien belegen, dass das Risiko, an Hautkrebs und an einem Melanom des Auges zu erkranken, durch die UV-Strahlung und somit durch künstliches Bräunen in Solarien enorm steigt. Eine aus 20 epidemiologischen Studien bestehende Analyse zeigt, dass das Risiko für ein malignes Melanom bei regelmäßigen Sonnenbank-Besuchen um 75 % steigt, vor allem wenn damit vor dem 30. Lebensjahr begonnen wird. Nach diesen alarmierenden Ergebnissen ordnete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Sonnenbänke der höchsten Risikokategorie für die Krebsentstehung zu. Die UV-Bestrahlung gilt als genauso gefährlich wie die Asbestbelastung, das Rauchen und der Alkoholkonsum. Die Bräune durch das künstliche UV-Licht ist in Deutschland auch unter Jugendlichen sehr beliebt, da die Bräune mit dem aktuellen Schönheitsideal verbunden wird. Seit Sommer 2009 ist der Besuch von Solarien für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren verboten.

Ingrid Rediner

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Das Glossar erläutert die wichtigsten Begriffe rund um das Thema malignes Melanom.

Hautkrebs-News von Curado.de

  • Hautkrebsvorsorge zu wenig genutzt
    Nur jeder Dritte Krankenversicherte (37 Prozent) geht zur Hautkrebs-Früherkennung. Das ergibt eine aktuelle Auswertung von Versicherungsdaten der Techniker Krankenkasse (TK). Mögliche Gründe dafür liefert eine Forsa-Umfrage. Beim Thema Vorsorge geben grundsätzlich vier von zehn Menschen in Deutschland an, dass sie nur zum Arzt gehen, wenn sie wirklich krank sind. Zudem weiß jeder Dritte nicht, auf welche Früherkennungsuntersuchung er Anspruch hat.
  • Hautkrebs: Nur jeder Dritte geht zur Früherkennung
    Hautkrebs ist weltweit die häufigste Krebserkrankung. Mit über 250.000 Neuerkrankungen im Jahr macht Hautkrebs in Deutschland allein ein Viertel aller Krebserkrankungen aus. Gleichzeitig kann Hautkrebs - wenn er früh genug erkannt wird - in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden. Trotzdem hat in den Jahren 2009 und 2010 nur jeder dritte (37 Prozent) Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) ab 35 Jahren die Hautkrebs-Früherkennung in Anspruch genommen.
  • Deutsche Krebsgesellschaft: Zertifizierung von Hauttumorzentren
    Die Diagnose Hautkrebs kann unterschiedliche Krebserkrankungen der Haut beinhalten. Hauptsächlich werden der schwarze Hautkrebs (malignes Melanom) und der helle Hautkrebs voneinander abgegrenzt. Aufgrund dieser Verschiedenheit der Erscheinungsformen kann eine Behandlung für den Betroffenen in spezialisierten Hauttumorzentren entscheidend sein. Dort arbeiten u. a. Experten aus den vielfältigen Fachrichtungen zusammen.